27. Januar – Gedenktag an die Befreiung von Auschwitz

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
noch nie war unsere demokratische Grundordnung nach dem zweiten Weltkrieg so stark angegriffen, wie in letzter Zeit. Noch nie haben einige der demokratischen Parteien so wenig konsequente Gegenwehr gegen das Bemühen, unseren Rechtsstaat zu stürzen, geleistet.
Gerade deshalb ist es so wichtig, dass wir als Zivilgesellschaft dagegen protestieren und an die Vergangenheit erinnern.


Wir rufen deshalb zu einer Mahnwache am 27.01.2026 auf, dem Tag der Befreiung des Vernichtungslagers Ausschwitz. Wir müssen zeigen, dass wir aus unserer Vergangenheit gelernt haben.

Kommt deshalb am 27.01.2026 um 16.00 Uhr zur Großen Kirche. Kerzen und Teelichter sind willkommen.


Heute vor 81 Jahren, am 27. Januar 1945 wurde das Vernichtungslager Auschwitz von der Roten Armee befreit. Dort waren mehr als eine Millionen Menschen im Zuge der „Endlösung“ der Nazis umgebracht worden. Die meisten Lagerinsassen waren zuvor auf Todesmärsche gezwungen worden. 9000 waren zurückgelassen worden. Die Befreier, welche die Überlebenden versorgten, waren entsetzt von dem Ausmaß der nationalsozialistischen Gewaltverbrechen.

Heute ist der internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust. Die Vereinten Nationen haben diesen Gedenktag im Jahr 2005 zum Gedenken an die Befreiung des Lagers Auschwitz eingeführt. In den Vernichtungs- und Konzentrationslagern wurden insgesamt mehr als sechs Millionen Menschen ermordet.

Vor 93 Jahren, am 30. Januar 1933, ernannte Reichspräsident Hindenburg Hitler zum Reichskanzler einer Koalition von konservativen Politikern und NSDAP. In den Wochen danach zerstörten die Faschisten in unvorstellbarer Geschwindigkeit Verfassungsstaat und Rechtsordnung, verboten Parteien und Verbände. Die SS und SA errichteten Konzentrationslager, in die sie politische Gegner verschleppten.

Heute über 80 Jahre nach der Befreiung vom Faschismus durch die Alliierten Siegermächte wird unsere Gesellschaftsordnung und unser Rechtsstaat wieder durch rechte Kräfte bedroht. Eine als gesichert rechtsextrem eingestufte Partei sitzt als Sprachrohr rechter und faschistischer Kräfte im Bundestag und in allen Länderparlamenten und treibt die Destabilisierung des Rechtsstaates durch Hetze, Ausgrenzung und Lügen voran. Dem zum Gedenken und an die seit 1970 durch Rechtsextreme ermordeten über 315 Menschen in der BRD stehen wir heute hier vor der Großen Kirche.

Aktionsbündnis gegen Rechts – Bremerhaven bleibt bunt